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Schamanen – Jäger und Heiler Sibiriens

Führung durch die Sonderausstellung

Heilkundige, Wahrsager, Scharlatane, Ratgeber, Besessene, Geisteskranke, Verkünder, Magier und Seelenführer – das sind einige unserer Assoziationen zu Schamanen. Bei sibirischen Völkern gelten Schamanen als besondere Personen, Mittler zur Geisterwelt und Ratgeber der Menschen.
Die Ausstellung thematisiert den Lebenslauf eines Schamanen von der Geburt bis zu seinem Wirken als Heiler anhand von Alltags- und Ritualgegenständen der Ethnien Korjaken, Nanai und Čukčen aus dem circumpolaren Raum. Zentrale Objekte der Ausstellung sind eindrucksvolle Schamanenaccessoires wie Hut, Amulette, Kultfiguren und Heilpflanzen. Audiotexte begleiten die Exponate.
Die Präsentation geht auch auf Spurensuche nach Schamanen in der europäischen Eiszeitkunst. Die ältesten geschnitzten Tierfiguren ähneln den schamanischen Tierfiguren aus Elfenbein sehr. Sind sie vielleicht, wie auch Motive der berühmten Höhlenmalereien, Belege für einen eiszeitlichen Schamanismus? Die Ausstellung zeigt abschließend, wie der Schamanismus weltweit und auch in Deutschland bis heute fortlebt.
„Schamanen – Jäger und Heiler Sibiriens“  ist eine Kooperation der Reiss-Engelhorn Museen Mannheim (rem) und des Neanderthal Museums. Ergänzt wird die Ausstellung durch Objekte aus den eigenen Sammlungen.


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April-Juni 2018