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Tag der Provenienzforschung

mit Jennifer Tadge

Am 10. April richtet der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. erstmals einen Tag der Provenienzforschung aus, um auf die Relevanz und Komplexität der Erforschung der Herkunft von Sammlungen und Objekten aufmerksam zu machen. Über 70 Kulturinstitutionen aus mehreren Ländern nehmen an diesem Tag teil und präsentieren in verschiedenen Formaten die Provenienzforschung an ihrem Haus.

In der Provenienzforschung widmet sich das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg derzeit verstärkt der Erforschung seiner kolonialzeitlichen Bestände – vor allem im Bereich der Ethnologie. Das Museum ist dabei Teil des Verbundprojekts "Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen", kurz PAESE, welches von der VolkswagenStiftung mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert wird. In sieben Teilprojekten an fünf Standorten werden Sammlungs- und Objektbiografien, Erwerbsumstände sowie Strategien und Handlungsspielräume der involvierten Akteure erforscht. Daran sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Herkunftsländern der Objekte beteiligt.

Am Tag der Provenienzforschung wird Doktorandin Jennifer Tadge das Oldenburger Teilprojekt im Rahmen des PAESE-Forschungsvorhabens vorstellen. Im Fokus der Oldenburger Untersuchungen stehen dabei vor allem die Sammler der Objekte und ihre Biografien sowie die Erwerbsumstände der einzelnen Objekte, die von Kauf, Geschenk bis zu Raub reichen können. Dieser Forschungsansatz wird im Museum durch eine Vitrine präsentiert, die ständig im Verlauf des Projekts erneuert werden soll. Sie wird passend zum Tag der Provenienzforschung vollendet und dort der Öffentlichkeit präsentiert.

Programm am Tag der Provenienzforschung

Die Vitrine zum Forschungsprojekt "Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen" ist ab diesem Tag ganztägig in der Cafeteria des Museums zu sehen. Jeweils um 14, 15 und 16 Uhr gibt Doktorandin Jennifer Tadge eine etwa 15minütige Kurzvorstellung des Oldenburger Projekts zu den kolonialen Beständen und der Provenienzforschung zu Objekten aus kolonialen Kontexten. Im Anschluss an jede Kurzvorstellung besteht außerdem Zeit und Raum für Fragen und Gespräche rund um dieses Thema. 

Kosten: Museumseintritt

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