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Die Tiefe hören

Ein Jahhundert Echolot

16. Januar - 10. April 2016

Der Kieler Physiker Dr. Alexander Behm überlegte nach dem Untergang der Titanic im Jahr 1912, „ob man Eisberge mit Hilfe reflektierender Schallwellen rechtzeitig auffinden könnte.“ 1913 präsentierte er dann mit dem nach ihm benannten Behmlot das erste Echolot. Schnell wurde klar, dass dieses Instrument nicht nur die Schifffahrt sicherer macht, sondern auch der Erforschung des weltweiten Meeresbodens in undurchdringlichen Tiefen dient.
Die Ausstellung beginnt mit der Geschichte der Handlote und der Entwicklung von Seekarten, stellt das Leben und Wirken Alexander Behms vor und zeigt, wie die Entwicklung der Echolote inzwischen Alfred Wegeners Kontinentalverschiebungstheorie bestätigte, die Erforschung der Tiefsee ermöglicht und die Vermessung der Ozeane beschleunigt. Auch die Fischerei und Meeresarchäologie profitieren von der Erfindung des Echolots.

Samstag, 16. Januar, 15.00 Uhr I Kuratorenführung
                                                      mit Dr. Peter-René Becker

 

Bestiarium Construendum

Mit Fantasie zu Fabeltier & Co.

14. November - 10. April 2016

Erstmals wird die interaktive Ausstellung "Bestiarium Construendum" des finnischen Künstlers Alexander Reichstein in Deutschland präsentiert. Auf dieser „Fantasiebaustelle“ wird jeder vom Besucher zum Akteur und Künstler. Denn mit überdimensionalen Tierbausteinen von Löwenkopf bis Adlerschwingen kann hier Bekanntes verfremdet und scheinbar Unmögliches erschaffen werden. Ob Drachen, Einhörner, Zentauren oder Meerjungfrauen, nichts ist zu verrückt oder zu fantastisch und nichts ist von Dauer …

Ihre Kreatur ist fertig, die Fantasie erschöpft? Tauschen Sie danach nicht nur im übertragenen Sinne den Bauhelm gegen einen Forscherkittel: Das „Forschungsfeld“ bietet Gelegenheit, sich skurrilen Formen und Wesen in der Natur oder in bekannten Mythen zu nähern. Was ist real, was nicht? Wie entstehen eigentlich Arten? Ausgewählte Exponate führen zu den Antworten – mal ernst, mal mit einem Augenzwinkern.

Die Ausstellung ist ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie!

Der Folder zum Download

Leinen Los!

Historische Spielzeugschiffe auf großer Fahrt

3. Oktober - 3. Januar 2016

Die Sonderausstellung „Leinen los!“ präsentiert 180 Originalspielzeugschiffe aus Kunststoff aus fast allen europäischen Ländern sowie aus Kanada, Mexiko, Japan und den USA aus der Sammlung von Sebastian Köpcke und Volker Weinhold.

Die ältesten Stücke stammen aus den 1920er-Jahren. 26 großformatige und farbenfrohe Fotografien ergänzen die Ausstellung. Als eine Art Hommage an traditionelle Kapitänsbilder und die große Zeit der Schiffs- und Hafenfotografie haben die beiden Berliner Künstler ihre Sammlungsstücke in Szene gesetzt.

Zur Finissage:

Sonntag, 3. Januar, 12.00 Uhr I Themenführung
mit Museumsleiter Dr. Peter-René Becker

Sonntag, 3. Januar, 15.00 Uhr I Kuratorenführung
mit Volker Weinhold und Sebastian Köpcke

Ein Leben in Netzen

Warum wir ohne nicht sein können
9. Mai - 25. Oktober 2015

Netze sind allgegenwärtig und umgeben uns, etwa in der Natur, dem gesellschaftlichen Zusammenleben, der Technik, dem Handel und der Kunst. Die Ausstellung bringt all diese Netze zusammen und vermittelt, welche Vorteile und Dynamiken, aber auch welche Probleme in Netzen entstehen können.

Begeben Sie sich ins Netz und entdecken Sie Neues, aber auch Altbekanntes. Erfahren Sie, was Arten wie den Koala zum Verlierer und den Vegetarier zum Gewinner macht; lassen Sie sich fesseln von dem Gedächtnis des Internets; werden Sie selbst aktiv und provozieren Sie einen Stau im Verkehrsnetz; versuchen Sie selbst, Strom in ein Netz einzuspeisen, und spüren Sie, welche Schwierigkeiten mit erneuerbarer Energie verknüpft sind.

Über zahlreiche Foto pixabay Exponate, Medienstationen und Mitmachmodule zeigt die Ausstellung, wie sehr Netze unser Leben bestimmen und warum ein Leben - trotz aller Gefahren - ohne sie nicht möglich ist.

Kooperationspartner der Ausstellung:

  • AG Technische Bildung, Institut für Physik, Carl von Ossietzky Universität
  • Graf-Anton-Günther-Schule
  • Social Land Art Project e.V.

Unsere Angebote für Schulklassen und andere Gruppen finden Sie hier.

Böser Wilder, friedlicher Wilder

Wie Museen das Bild anderer Kulturen prägen
13. Juni - 13. September 2015

"Böser Wilder, friedlicher Wilder" präsentiert über 700 Exponate aus den ethnologischen Sammlungsbeständen des Landesmuseums Natur und Mensch. Mit ihrer Hilfe blickt die Ausstellung in die Vergangenheit und Gegenwart von Museen und Präsentationsstilen.

Wie wurden ethnologische Objekte und Waffen in den Völkerkundemuseen des 19. Jahrhunderts gezeigt? Kuriositäten aus den deutschen Kolonien drängten sich in überfüllten Vitrinen.

Das Ziel der damaligen Ausstellungsmacher: ein möglichst gesamtheitliches Bild der sogenannten Naturvölker zu zeigen. Doch dabei waren sie nicht unvoreingenommen.

Die Ausstellung macht deutlich, wie die damalige Wissenschaft, Politik und Pop-Kultur die Präsentationsweise beeinflusste und zum Image eines "bösen Wilden" beitrugen. Inwiefern solche Einflüsse noch heute in den Sammlungen und Ausstellungen moderner Völkerkundemuseen offenkundig sind, ist im zweiten Ausstellungsteil zu entdecken: "friedliche" Objekte, die als Kunst inszeniert sind. Wie sieht der Wandel in den Präsentationsstrategien aus und, noch wichtiger, was geschah mit den Waffen und anderen ethnologischen Objekten der Kolonialzeit? Auch das thematisiert die Ausstellung.

Am Ende bleibt offen, welchePräsentation der Realität näher kommt. Ist es der böse Wilde der Kolonialzeit, der bis an die Zähne bewaffnet und mit primitiven Werkzeugen ausgestattet dargestellt wird, oder der friedliche Wilde der heutigen Museen? Oder sind sie gar beide bloß Spiegelbilder unserer eigenen Kultur im Wandel der Zeit?

Entscheiden Sie selbst.

Der Ausstellungsfolder als zum Download finden Sie hier.

Veranstaltungshinweis: Finissage der Ausstellung am 13. September!

Informationen über unser besonderes Programm finden sie hier.

Weil wir Mädchen sind...

Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika

18. Oktober 2014 - 12. April 2015

Eine Erlebnisausstellung vom Kinderhilfswerk Plan International

Was ist an dem Leben von Mädchen eigentlich anders als an dem von Jungen? Haben sie überall die gleichen Chancen und Lebensperspektiven?

Erlebe in der Ausstellung anhand der exemplarischen Lebensgeschichten von  Djenebou aus Mali, Asha aus Indien und Yoselin aus Ecuador die bunten Facetten  ferner  Kulturen. Die drei Mädchen nehmen dich mit in ihren Alltag und berichten an interaktiven Stationen von den schönen aber auch den schwierigen Seiten ihres Lebens. Wie unterscheidet sich ihre Welt von deiner?

Auch regionale Probleme, wie Gewalt oder soziale und sexuelle Unterdrückung werden auf sensible Weise in der Ausstellung thematisiert. „Weil wir Mädchen sind…“ richtet sich an Mädchen und Jungen ab 8 Jahren, an Familien, Jugend- und Schulgruppen. Also an alle, denen gleiche Rechte und Lebenschancen der Menschen – unabhängig von ihrem Geschlecht – ein Anliegen ist und die mehr über die Lebenswelten in anderen Ländern erfahren möchten.

Weitere Informationen im Internet: www.weil-wir-maedchen-sind.de

Kontakt
Plan International Deutschland e.V.
Bramfelder Str. 70
22305 Hamburg
info@plan-deutschland.de
Tel.: 040 / 61140 - 0
www.plan-deutschland.de

Eigen und fremd in Glaubenswelten

27. September - 12. April 2015

Das Landesmuseum Natur und Mensch besitzt neben seinen naturkundlichen und archäologischen Sammlungen auch eine umfangreiche ethnologische Sammlung, zusammengetragen aus der ganzen Welt. Von antiken Gefäßen der peruanischen Nazca-Kultur und den Speeren der Massai Ostafrikas bis hin zu rituellen Objekten aus Papua Neuguinea: Viele dieser Artefakte liefern isolierte ‚Momentaufnahmen’ eines kulturellen Glaubenssystems zu einem bestimmten Zeitpunkt. Erst die Ausstellung führt die ethnografischen Objekte zum Teil provokant zusammen und zeigt, wie sie Ausdruck verschiedener, aber auch ähnlicher Religionen und Glaubensvorstellungen auf dieser Welt sind. Denn manche stehen für einzigartige religiöse Ideen und symbolisieren Fremdes, andere zeigen überraschende Übereinstimmungen zu anderen Glaubensformen auf und erinnern auf diese Weise an Eigenes. Sie führt durch die Kulturen verschiedener Kontinente und macht auf erstaunliche Weise sichtbar, dass sich viele Parallelen zwischen den Kulturen – auch zur westlichen Welt - finden lassen.

Angefangen bei den Ursprüngen, widmet sich die Ausstellung der Frage der Schöpfung des Menschen und gibt einen Einblick in die vielfältigen Mythologievorstellungen, wie die Welt erschaffen worden ist. Verschiedene Übergangsriten, zum Beispiel zwischen Kindheit und Erwachsensein, veranschaulicht die Ausstellung anhand von Alltagsobjekten und zeigt, wie gesellschaftliche Akzeptanz und Anerkennung mit ihnen verknüpft sind.

Opferungen, Körperkult, Festivitäten, Fasten und generelle kulturelle Tabus sind Inhalt eines zweiten Ausstellungsbereichs. Zuletzt greift die Ausstellung ein universelles Thema auf, das jeder Kultur vertraut ist: den Tod. Die Mythologien des Jenseits und der Umgang mit dem Körper der Verstorbenen sind hier die zentralen Aspekte, die durch die Objekte sichtbar werden.

„Eigen und fremd in Glaubenswelten“ gibt mit den vielfältigen Sammlungsstücken einen Einblick in die Glaubenswelten, Bräuche und Praktiken der Gesellschaften, durch die sie geschaffen wurden. Die Ausstellung lässt die Besucher spüren, dass Glaubensvorstellungen in der Geschichte der Menschheit Teil des alltäglichen Lebens waren und sich nicht nur auf einen bestimmten Tag, ein bestimmtes Gebäude oder eine persönliche Erfahrung bezogen und festschreiben ließen. Gegenüberstellungen zwischen den Kulturen zeigen gleichzeitig, welche Objekte eigenen oder fremden Ursprungs sind; sie lassen das Fremde vertrauter werden.

Das Ausstellungsprojekt wird im Programm Fellowship Internationales Museum der Kulturstiftung des Bundes gefördert

natur.wert.schätzen.

"Euer Garten ist die Welt"
26. April - 7. September 2014

Oldenburger Herzöge legten den heute denkmalgeschützten Schlossgarten Oldenburg im Stil eines englischen Landschaftsgartens an. Zentral gelegen, ist er öffentlicher Ort für Erholungssuchende, Weg zur Arbeit oder Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen. Aber nicht nur der Mensch spielt eine Rolle im Schlossgarten, vielen Tierarten bietet er ein Zuhause. Während die pflanzliche Vielfalt hier einer steten gärtnerischen Kontrolle unterliegt, wandelt sich die Tierwelt weitgehend eigenständig. Und nicht nur Breitflügelfledermaus und Tagpfauenauge finden geeignete Lebensbedingungen.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Tierwelt des Oldenburger Schlossgartens und startet einen Vergleich mit der eines Lebensraums, wie er ohne den Eingriff des Menschen dort aussehen könnte. Statt gepflegter Parkwege und Rasenflächen, Tulpenbäumen und bunter Blütenpracht böte sich ein Anblick eines sumpfigen Auenwalds entlang des Hunteflusses.

Welchen Arten ermöglicht der eine oder der andere Lebensraum ein Dasein? Wie unterscheiden sich die Artenzahlen? Und sagen diese Zahlen etwas über den Wert der Lebensräume aus? Spätestens hier sind in der Ausstellung die Besucher/innen gefragt. Welche Arten schätze ich? Welchen Wert hat Natur für mich? Welche Art ist schützenswerter? Und wie würde ich entscheiden, wenn es notwendig ist? Lernen Sie in der Ausstellung verschiedene Sichtweisen auf Natur kennen und entwickeln Sie aktiv und spielerisch eine eigene.

Tipp: Entdecken Sie die unterschiedlichen Tierarten der Ausstellung und nehmen Sie sich 32 davon mit nach Hause - als Kartenspiel. Eine Hülle zum Selberbasteln finden Sie hier zum Download.

Das Begleitprogramm bietet museumspädagogische Workshops (Angebote als PDF-Datei) rund um die Tiere des Schlossgartens an, Rundgänge begleiten an Sonntagen durch den interaktiven Part der Ausstellung, der NABU Oldenburg führt im Schlossgarten zu Fledermaus, Grünspecht und Co. 

In Kooperation mit der AG Biologie-Didaktik der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg sind in Masterarbeiten Unterrichtseinheiten zu den Themen der Ausstellung entstanden.

Ausstellungen in der Ausstellung

Drei Projekte haben sich in unterschiedlicher Weise mit ihrem Blick auf Natur auseinander gesetzt und präsentieren ihre Ergebnisse in Teilausstellungen in der Ausstellung "natur.wert.schätzen.".

27. April - 9. Juni
natur.bilder?

Fotografien, Zeichnungen, Collagen, Scherenschnitte, Origami, digitale Bearbeitungen von Bildmedien, ein stop-motion Spaziergang und ein Video zeigen Dokumentarisches, Assoziiertes und Interpretiertes auf eine von der aktuell üblichen verklärenden und nur scheinbar naturalistischen Naturästhetik zumeist völlig abweichende Art. Die Arbeiten sind Ergebnisse einer übergreifenden Zusammenarbeit verschiedener Kurse der Jahrgangsstufen 8 und 10 der Oberschule Eversten zum Thema „natur nah erleben“ unter Leitung von Kerstin Heinrichs.

15. Juni – 13. Juli
Mit anderen Augen – Einblicke in die Lebenswelt von Tieren

Kinder und erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung  stellten mit künstlerischen Mitteln und aus dem Blickwinkel der Tiere deren Lebensraum dar. Das inklusive Projekt des Blauschimmel Atelier e.V. und der Montessori Grundschule FREIraum findet unter der Leitung von Edda Akkermann, Jörg Scheel und Schulleiterin Claudia Fischer statt.

20. Juli – 7. September
Mutter Natur und ihre Kinder

20 Schülern der 7. Klasse der Haupt- und Realschule GTS Syke haben sich im Freiland und im Museum damit beschäftigt, welche Rolle die Natur für die Heranwachsenden spielt. Die Ergebnisse des von der HeidehofStiftung GmbH geförderten Projekts „Mutter Natur und ihre Kinder“ präsentieren die Schüler mit  Bild- und Textelementen und sowie zusätzlich an zwei Terminen live mit szenischen Darstellungen.

PferdeGeschichten

Vom Urpferd zum Sportpferd
12. Oktober - 9. März 2014

Oldenburg ist eine Pferdestadt. Schon früh wurde eine eigene Rasse gezüchtet: das schwere Oldenburger Warmblut, ein typisches Kutschpferd. Heute leicht gebaut und Sportpferd, ist der ,Oldenburger’ noch immer einer gefragte Pferderasse. Ein guter Anlass, um das Pferd in den Vordergrund einer Ausstellung zu rücken. Aber auch ein ordentliches Büschel Haare von über zwei Metern Länge bietet einen guten Grund interessante Pferdegeschichten zu erzählen: Es sind Haare von Schweif oder Mähne des „Kranich“, des legendären Lieblingspferdes des Grafen Anton Günther (1583 – 1667).

Vom Urpferd zum Sportpferd – die Ausstellung zeigt die verschiedenen Stationen von der evolutiven Entwicklung über die Domestikation der Huftiere bis hin zur heutigen Pferdezucht und -haltung. Wie sind beispielsweise Tarpane, Zebras, Esel und Hauspferd in der Pferdefamilie einzuordnen? Exponate wie fossile Urpferde, aufgestellte Großskelette und seltene Präparate der Tiere ermöglichen anschauliche Antworten. Das Vorgehen in der Zucht und die Vielfältigkeit der heutigen Pferderassen und ihrer Nutzung lassen sich durch Objekte rund um die heutige Pferdehaltung und -nutzung erfahren. Und wie kamen die reitenden Indianer zu ihren Pferden? Auch die Begegnung des Menschen mit den Vierbeinern in früheren und heutigen Kulturen weltweit wird anhand von archäologischen und ethnologischen Objekten sowie Kunstwerken thematisiert.

„Pferdegeschichten“ zeigt das Pferd in vielen Facetten mit regionalem Bezug und weit darüber hinaus. Den Ausstellungsflyer sowie kostenfreie Rätselbögen für Kinder erhalten Sie an der Museumskasse oder zum Download:

Ausstellungsflyer PferdeGeschichten
Rätselbogen PferdeGeschichten für Kinder ab 9 Jahren
Rätselbogen PferdeGeschichten für Kinder ab 14 Jahren

Wird danken unseren Leihgebern: Böckmann Fahrzeugwerke GmbH, Lastrup; Focke-Museum, Bremen; Gerhard-Marcks-Haus, Bremen; Gestüt Wendeln, Hilde und Paul Wendeln, Garrel; Hauptgestüt Altefeld, Manfred Graf, Herleshausen; Hengststation Ahlers, Hatten; Landesbibliothek Oldenburg; Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg; Lehrmittel Dieter Luksch, München; Hildegard und Rolf Martens, Oberlethe; Naturhistorisches Museum Mainz; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Stützpunkt Oldenburg; Pferdesporthaus Loesdau GmbH & Co. KG, Bisingen; Reit- und Fahrschule Oldenburg e.V.; Schlossmuseum Jever; Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe; Stadtmuseum Oldenburg; Übersee-Museum Bremen; Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes e.V.; Westfälisches Pferdemuseum Münster; Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle.

Raubgräber – Grabräuber

11. Mai – 8. September 2013

„Schatzsuche“ – das klingt abenteuerlich und aufregend.
Auch in unserer Region verbringen viele Menschen ihre Freizeit mit der Suche nach dem großen Schatz. Wenn sie dann aber Funde aus der Vergangenheit ausgraben, laufen sie Gefahr, zu ‚Raubgräbern’ zu werden.

Münzfund eines Raubgräbers (nachgestellt). © LKA Hessen

Lassen Sie sich in der Ausstellung anhand von Fundgeschichten die faszinierenden Möglichkeiten moderner Archäologie erläutern und erfahren Sie lebendig, wie Raubgräberei unser kulturelles Erbe unwiederbringlich zerstört. Denn der Kontext, in dem ein Objekt gefunden wird, ist für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn fast immer bedeutsamer als der Fund an sich.

Damit keine Information verloren geht, werden bei einer wissenschaftlichen Grabung penibel alle Einzelheiten zu Fundort, Lage etc. dokumentiert. So mögen römische und Schuhnägel für sich gesehen nicht allzu spektakulär erscheinen, doch zeigen sie am Beispiel einer Fundstelle am Harzhorn und eindrucksvoll, dass die Informationen, die sie bei fachgerechter Bergung in ihrer Gesamtheit liefern können, faszinierende Erkenntnisse erlauben.

Die Ausstellung „Raubgräber – Grabräuber“ thematisiert die Problematik illegaler Archäologie und des Handels mit Kulturgut auf nationaler und internationaler Ebene, genauso wie die Möglichkeiten mit denen sich jeder Einzelne sinnvoll an archäologischer Forschung beteiligen kann.

Eigene Texte, Mitmach-Exponate und ein kleiner Hamster führen Kinder durch die Ausstellung und vermitteln spielerisch die Arbeitsweisen von Wissenschaftlern aus den Bereichen Archäologie, Paläontologie und Ethnologie bei der „Bergung“ der verborgenen Funde.

Zur Ausstellung „Raubgräber – Grabräuber“ ist eine gleichnamige Begleitschrift im Nünnerich-Asmus Verlag & Media erschienen. Sie ist im Museumsshop und im Buchhandel erhältlich.

Die berühmte Himmelsscheibe von Nebra wurde von Raubgräbern gefunden – und beschädigt. © LDA Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták

Mechanische Tierwelt

25. Mai – 21. Juli 2013

Eine Tierausstellung der besonderen Art: Elefanten, Pinguine, bunte Käfer – die Tierwelt ist vielfältig und artenreich, jedoch seit Langem vom Aussterben bedroht. Die Rede ist in diesem Fall allerdings von farbenfrohem Blechspielzeug, das sich mithilfe eines Schlüssels für einen kurzen Moment zum Leben erwecken lässt. Das Überleben dieser Blechtiere scheint heute allenfalls in der Obhut engagierter Museen und liebevoller Sammler gesichert, wie beispielsweise den Berliner Künstlern, Fotografen, Ausstellungsmachern und Grafikdesignern Sebastian Köpcke (*1967) und Volker Weinhold (*1962). Sie machten sich auf zu einer „Safari“ und setzten in spielerischer Weise die Schätze ihrer Sammlung in ihr natürliches Umfeld, inszenierten phantasievoll den afrikanischen Dschungel oder den Südpol, um die Tiere darin mit der Kamera zu beobachten.

Die Ausstellung zeigt die originalen Blechtiere (1900 - 1970) zusammen mit Kurzfilmen, die die charakteristischen Bewegungen veranschaulichen, und großformatigen Farbfotografien.

Vor Oldenburg war die „Mechanische Tierwelt“ in Natur- und Kunstmuseen u. a. Berlins, St. Gallens und Rotterdams zu sehen.

Mensch, Fisch!

10. November 2012 – 7. April 2013

Ein Aquarium mit Schützenfischen, lebensecht abgeformte Modelle und die Möglichkeit, über Gehörsteinchen Fischarten ausfindig zu machen, bilden neben weiteren interaktiven Stationen Höhepunkte der Ausstellung. Auch die kulturhistorische Seite des Fischs wird betont. Hierzu zählen die historische Gewässernutzung, Fische in Kunst und Literatur, in der Mythologie und als rituelle Symbole bis hin zur heutigen Entdeckung des Fischs als Modellorganismus für Schwarmintelligenz und Musterentstehung.

Wann ist ein Fisch ein Fisch? Mit der Beantwortung dieser Frage startet die Ausstellung „Mensch, Fisch!“, zeigt Fossilien der ausgestorbenen Panzerfische, den wiederentdeckten Quastenflosser und endet – nein, nicht bei Fischstäbchen. Stattdessen stehen die Umweltbedingungen, die die verschiedenen Fischarten brauchen, im Mittelpunkt, genauso wie die Bereiche, in denen sich Fisch und Mensch begegnen: am Gartenteich, vorm Aquarium, beim Fischfang, in der Aqua- und Marikultur.

Meteoriteneinschlag – Außerirdische Steine im Landesmuseum

31. März – 16. September 2012

Um Meteoriten, ihre beeindruckenden Leuchterscheinungen und irdischen Spuren ranken sich vielfältige Mythen, spannende Geschichten und wissenschaftliche Wahrheiten. All dies ist Thema dieser Sonderausstellung. Zu den Highlights unter den Exponaten zählt neben dem größten Steinmeteoriten Deutschlands „Benthullen“ aus den museumseigenen Magazinen auch der Chevrolet Malibu, dessen Heck 1992 in New York von einem Meteoriten durchschlagen wurde (noch mindestens bis 12. August 2012 in der Ausstellung zu sehen), und seltene Funde wie Mars- und Mondmeteoriten und Meteoriten noch unbekannter Asteroiden.

Was sind eigentlich Meteoriten, bestehen sie alle aus demselben Material, haben sie alle denselben Ursprung und wie bringt man sie dazu, ihre Geheimnisse preiszugeben? Die Ausstellung folgt dem forensischen Ansatz, d.h. zu den beeindruckenden Originalen unterschiedlicher Art und Größe erfahren Sie die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse, und auch den Weg dorthin: Filme, Fotografien und interaktive Stationen zeigen die Methoden der Forscher und erklären die Interpretationsmöglichkeiten. Auch die Erkenntnisse, anhand derer man heute davon ausgeht, dass ein riesiges Einschlagereignis der Auslöser für das Aussterben von Dinosauriern und Ammoniten war, sind in der Ausstellung vorgestellt.

Meteoritenfunde und oft auch die vorausgegangenen Himmelserscheinungen bilden den Nährboden für diverse Mythen – nicht nur bei der indigenen Bevölkerung bis heute „schriftloser“ Völker, sondern auch in Europa vor der Zeit der Aufklärung. Dabei wurden oft Eisenmeteoriten als „Geschenke des Himmels“ angesehen, konnte das Eisen doch schon früh als Werkstoff genutzt werden. Mit Originalexponaten geht die Ausstellung auch auf diese Aspekte ein. Die modernen Mythen, die sich um Meteoriten ranken und in Filmen wie „Armageddon“ oder „Deep Impact“ aufscheinen, sind ebenso Thema der Ausstellung wie die Rolle der Meteoriten in der modernen Kunst und in der Musik.