Berichte aus dem Museum

Sammlung Weltensand | Die Brücke

Ein kosmopolitisches Kunstprojekt im Landesmuseum Natur und Mensch

Im Rahmen der Sonderausstellungen „Eigen und fremd in Glaubenswelten” und „Weil wir Mädchen sind…” kreierte Elvira Wersche „Die Brücke”. Sie schlägt damit eine symbolische Verbindung zwischen den Welten sowie zu den parallel zu sehenden Sonderausstellungen. Ab 21. Oktober 2014 konnte das Publikum über mehrere Tage die Entstehung des temporären Sandbilds mitverfolgen.

Sand aus der ganzen Welt ist das Arbeitsmaterial der deutsch-niederländischen Künstlerin. In seiner natürlichen Konsistenz, ohne Zufügung von Pigmenten zeigt dieser sich in einem überraschenden Farbenreichtum. Aus einer Kollektion von rund 600 Sanden von allen Kontinenten, von vielen geologisch sowie historisch bedeutsamen Orten baut die Künstlerin in akribischer Feinarbeit ihre Werke auf.

Nicht die Geografie, sondern vielmehr ästhetische Überlegungen bestimmen die Auswahl der Sande. So entsteht ein Weltbild, in dem Sand aus Indien neben Erde aus Norddeutschland liegt, Sand aus dem ecuadorianischen Quito neben Sand aus Mali, Sand aus dem Irak neben Sand aus New York.

Im Rahmen des Projekts „Sammlung Weltensand“ waren die temporären Werke der Künstlerin bereits weltweit an verschiedenen Orten zu sehen: so z.B. im Museum of Arts and Design in New York, in der Kathedrale St. Peter und Paul im ungarischen Pécs oder im Istanbul Design Center.

Link zum virtuellen Rundgang um das Kunstwerk

Weitere Informationen zum Projekt „Sammlung Weltensand“ und zu Elvira Wersche unter www.weltensand.com

Zur Finissage der Sonderausstellung am 12. April findet um 14.00 Uhr die Auflösungsperformance mit der Künstlerin Elvira Wersche statt.
Das Kunstwerk war als symbolische Brücke zwischen den Kulturen den drei Mädchencharakteren der Sonderausstellung „Weil wir Mädchen sind“ gewidmet. Neben Sanden aus Indien, Mali und Ecuador, mit denen sich die Sonderstellung befasste, setzte die Künstlerin das temporäre Mosaik aus farbigen Sanden von der ganzen Welt zusammen. Die Transformation verwischt nun die Grenzen und löst das minutiös aufgebaute Sandbild auf, zu einem durchmischten Weltensand.

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