Küste und Marsch

Mensch und Meer – Küste und Marsch – eine ewige Liebesgeschichte

Verglichen mit der Geest hat die Marsch eine verhältnismäßig kurze, durch den Menschen ungestörte Naturgeschichte durchlaufen. Nach den bisherigen Forschungen entstand die Marsch etwa ab 6.000 v. Chr. Bis zum Deichbau war der Verlauf der Küste stark durch die Vorgänge der Meeresspiegelbewegungen und ihren Folgen geprägt. Die gegenwärtige Marschenlandschaft ist dagegen ein Werk von Menschenhand.

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten, den natur- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen, bietet die Ausstellung verschiedene Besonderheiten dieser Region: Im Rahmen der ur- und frühgeschichtlichen Objektpräsentation werden beispielsweise die Weser-Runen-Knochen gezeigt. Sie gehören zu den ältesten Runenschriften Nordwestdeutschlands. Als Aspekt der Umweltgeschichte stehen interdisziplinäre Forschungen im Vordergrund: die Paläobotanik als Wissenschaftszweig, um Informationen zur Besiedlungsgeschichte und zur Ernährungslage der Bevölkerung längst vergangener Kulturhorizonte zu gewinnen.

Das Naturalien-Cabinett – ein Stück Museumsgeschichte

Handel und Schifffahrt im nordwestdeutschen Raum spielen seit jeher als Wirtschaftsfaktoren eine große Rolle an der Küste. Das Naturalien-Cabinett präsentiert in Erinnerung an die Zeit von 1870 bis 1910 Sammlungsobjekte aus dem Besitz des damaligen Großherzoglichen Museums und vermittelt eine Museumsatmosphäre des 19. Jahrhunderts. Lassen Sie sich zurückversetzen in die Zeit der Kammerherren und Kapitäne der letzten Großsegler und ersten Dampfschiffe.

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