Aktuelle Sonderausstellungen

Laubenvögel - Ein Leben auf der Bühne

10. Juni 2017 - 18. Februar 2018

Laubenvögel leben nur in Australien und Neuguinea. Die Evolution hat bei allen 20 Arten dieser Gruppe ein im gesamten Tierreich einmaliges Balz-Konzept umgesetzt: Die Männchen bauen nur für die Balz gleichsam Alleen, Maibäume und Laubenhütten. Jede Vogelart schmückt ihr Bauwerk zudem mit unterschiedlich farbigen Gegenständen. Die Weibchen beobachten aus den Bäumen heraus die Männchen, die ihre Bauten in einer „Arena“, wie auf einer Bühne, erstellen und dekorieren. Die Wahl des Partners treffen die Weibchen nach der Qualität des Baus, dem Aufwand des Schmückens und dem Erfolg der Männchen beim „Diebstahl“ schmückender Utensilien von den Bauten ihrer Konkurrenten.

Die Ausstellung zeigt alle Laubenvogel-Arten einschließlich ihrer Balzbauten im Originalmaßstab. Darüber hinaus wirft sie einen Blick auf die irreleitende Vermenschlichung tierischen Verhaltens und vereint das Staunen über Ästhetik im Tierreich mit der Diskussion über Intelligenz und Zielgerichtetheit tierischen Tuns.


Den Ausstellungskatalog zu "Laubenvögel - Ein Leben auf der Bühne" finden Sie in unserem Shop.


Die Ausstellung wird gefördert durch:

- das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur
- die Stiftung Niedersachsen
- die Landessparkasse zu Oldenburg (mit einer Fördersumme von 20.000 €)
- die Karin und Uwe Hollweg Stiftung (mit einer Fördersumme von 20.000 €)

Australiens vergessene Felsbilder

Eine wissenschaftliche und künstlerische Expedition zu den Bradshaws

17. Juni bis 15. Oktober 2017

In der Kimberley-Region im Nordwesten Australiens finden sich an Felsüberhängen Bilder menschlicher Darstellungen in künstlerischer Vollkommenheit. Sie heißen nach ihrem Entdecker „Bradshaws“ und nur wenige Wissenschaftler haben sie bis heute gesehen. Ursprung und Bedeutung der Felsbilder sind ungeklärt; in Stil und Malweise ähneln die über 20.000 Jahre alten Felsmalereien in vielen Details denen mancher afrikanischer Felsbilder. Da in der Region außerdem der sonst nur in Afrika heimische Baobab-Baum wächst, kann es sein, dass vor langer Zeit Menschen von Ostafrika nach Nordwestaustralien kamen und gemeinsam mit ihren künstlerischen Ausdrucksweisen auch die Baum-Samen mitbrachten.

Reto und Astrid Weiler haben mehrere Expeditionen in die Kimberley-Region auf der Suche nach Bradshaws unternommen und sich ihnen wissenschaftlich und künstlerisch genähert. Dabei stoßen sie immer wieder auf neue, bislang völlig unbekannte Felsbilder. Die Ausstellung zeigt mehrere Bradshaw-Großfotos und Werke von Astrid Weiler, in der ihr eigenen Bildsprache aus Kimberleys Ocker und Sand.